Folge 10: Frauen, Vielfalt und Vorurteile mit Lisa Schlecker
Shownotes
Unsere Arbeitswelt ist nicht neutral entstanden – und genau deshalb profitieren bis heute nicht alle gleich. Klingt unbequem? Ist es auch. Und genau deshalb sprechen Lisa & Markus in dieser Folge darüber. Zwischen „fundamental unterschiedlich“ und der Frage, wo eigentlich unsere versprochenen acht Stunden Freizeit geblieben sind, wird schnell klar: Viele unserer heutigen Debatten kratzen nur an der Oberfläche. Denn während Politik und Organisationen versuchen aufzuholen, laufen sie oft Strukturen hinterher, die längst nicht mehr zur Realität passen. Es geht um Vielfalt – und darum, warum sie zwar gern als Lösung gefeiert wird, in der Praxis aber häufig Widerstand auslöst. Warum ein paar Quotenfrauen noch keine Strukturen verändern. Warum komplexe Probleme eben auch komplexe Perspektiven brauchen. Und weshalb Gleichstellung so oft als Verlust erlebt wird, obwohl sie eigentlich Möglichkeiten schafft. Auch unbequeme Fragen kommen auf den Tisch: Wem wird hier eigentlich was weggenommen? Warum halten wir so hartnäckig an einem Arbeitsmodell fest, das für viele nie wirklich funktioniert hat? Und was passiert, wenn wir anfangen, ehrlicher über Erwartungen, Rollenbilder und Karrierewege zu sprechen? Eine Folge für alle, die sich nicht mit einfachen Erklärungen zufriedengeben – und die bereit sind, Arbeit wirklich neu zu denken.
(0:00) Fundamental unterschiedlich (1:56) Wo sind meine acht Stunden Freizeit?? (3:40) Die Politik läuft der Wirtschaft hinterher (6:15) Komplexe Probleme brauchen komplexe Perspektiven (8:15) Ein paar Quotenfrauen verändern noch keine Strukturen (10:40) Möglichst schnell in die falsche Richtung oder langsamer in die richtige? (12:40) Ist Vielfalt gerade hip? Ich glaube ja nicht… (15:15) Wem wird hier was weggenommen? (18:20) Kind oder Karriere: Männer können auch beides haben (20:12) Und dann kommt das Aber (24:10) Schreibt doch mal eine ehrliche Stellenanzeige (26:25) Und jetzt lassen wir gemeinsam die professionelle Maske fallen
Transkript anzeigen
00:00:02:
00:00:03: Hi Lisa.
00:00:04: Moin
00:00:04: Markus!
00:00:06: Schön, dass wir uns wiedersehen nach so einer langen Winterpause.
00:00:08: Endlich ich habe es auch vermisst
00:00:10: Ich auch.
00:00:10: In der ersten Staffel haben wir ganz viel über New Work gesprochen Über Führung Transformation Organisationsentwicklung Kultur.
00:00:18: Wir haben auch über KI gesprochen und Du hast ganz oft gesagt, dass du so ein Herzensthema für dich hast.
00:00:25: Deswegen bin ich ganz froh das wir das heute in der Folge behandeln Frauenvielfalt, Vorurteile sprechen.
00:00:34: Wie sich das alles bei uns am Arbeitmarkt schon verändert und auf jeden Fall verändern muss?
00:00:38: Ja genau der.
00:00:40: meiner Meinung nach ist das so ein bisschen das Fundament auf dem diese ganze Veränderung jetzt stattfindet dass wir so langsam erkennen dass wir eben nicht mit einem losgelösten technischen oder wirtschaftlichen System zu tun haben sondern mit Menschen die zusammenarbeiten und die sehr unterschiedlich sind sehr unterschiedliche Voraussetzungen haben unterschiedliche Ansichten Perspektiven und Bedürfnisse auch.
00:01:00: Und wenn wir immer nur auf die Symptome gucken, wo klappt es nicht?
00:01:03: Wo haaks?
00:01:03: Wo müssen wir uns jetzt hier irgendwie anpassen.
00:01:06: Vergessen wir eben auf das zu schauen was eben die Struktur darin ist nämlich wie arbeiten diese sehr unterschiedlichen Menschen miteinander zusammen.
00:01:13: Diese Arbeitswelt, die für uns immer so als etwas gegebenes wie so ein Naturgesetz da ist, ist halt nicht neutral entstanden und deshalb profitieren auch nicht alle gleich davon.
00:01:24: Ich bin Lisa Schläker, ich bin freie Wirtschaftspsychologe und beschäftige mich ganz viel mit der Frage wie wir unsere Arbeitswelt gleichbrächtig danachhaltiger und zu ganz allgemeinen zukunftsfähiger aufstellen können.
00:01:34: Wer mehr darüber wissen will schaut gerne einfach auf meiner Webseite www.lisaschläker.de.
00:01:38: vorbei.
00:01:40: Auch von mir herzlich willkommen!
00:01:41: Mein Name ist Markus Jürgen von der VisaQ-Remediengruppe.
00:01:45: Ich liebe es über die HR-Themen mit anderen Menschen zu sprechen Und deswegen bin ich total froh, dass wir das was auf der Talent Wave angefangen hat mit dem Podcast vertiefen können.
00:01:57: Was meinst du genau wenn Du sagst unsere Abewert ist nicht neutral?
00:02:01: Ja, wir können ja mal schauen wie lange diese Strukturen in denen wir jetzt arbeiten bestehen.
00:02:05: Wenn man so der acht-Stunden-Tag, der wurde vor ungefähr hundert Jahren von den Gewerkschaften eingeführt und war eine super Idee.
00:02:10: Man hat gesagt, du hast acht Stunden Arbeit, acht Stunden Freizeit und acht Stunden Schlaf.
00:02:15: Das klingt hier erstmal fantastisch!
00:02:16: Und dann sitzen alle hier und fragen uns, wo sind meine acht Stunden freizeit?
00:02:19: Wieso habe ich die eigentlich
00:02:20: nicht?!
00:02:21: Und es liegt daran dass die Lebensrealitäten damals völlig andere waren denn... ...man ging davon aus das man einen Arbeitnehmer hat, der eine Hausfrau zu Hause hat Und die hat die Haushaltsführung gemacht.
00:02:30: Die Kinder betreuen, die Pflegeaufgaben und dann hast du natürlich acht Stunden Freizeit.
00:02:34: Entsprechend war das eine Arbeitswelt, die Frauen gar nicht explizit mitgedacht hat und auch davon ausgegangen ist, dass die Männer die Arbeiten völlig andere Voraussetzungen haben als sie es jetzt haben.
00:02:44: Deswegen bin ich der Meinung, das passt doch heute gar nicht mehr zu unserer Lebensrealität.
00:02:52: Meinst du schon, dass die heutigen Probleme oder heutige Herausforderungen, die wir so in der Arbeitswelt haben?
00:02:58: Dass die Basis davon die alten Strukturen sind.
00:03:01: Viele ja also nicht nur natürlich aber die alten strukturen hatten ihre Berechtigung zu ihrer Zeit.
00:03:08: Ja das war eine völlig andere Wirtschaft und Gesellschaft in der sie entstanden sind.
00:03:12: Wir haben sie aber sehr lange jetzt einfach unangetastet bestehen lassen und sind davon ausgegangen, naja das wird schon weiter so gehen.
00:03:20: Und haben ein bisschen aus dem Blick verloren wie stark sich alles verändert hat.
00:03:24: die Individualisierung, die stärkere Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt, die stärkeren kulturellen Unterschiede zwischen den Generationen haben wir auch schon darüber gesprochen.
00:03:34: Schlicht und ergreifend die Art wie wir leben passt nicht mehr so gut zu der Art wie von uns erwartet wird.
00:03:39: zur Arbeit
00:03:40: Ist das ein reines Unternehmsthema?
00:03:44: Also muss im Grunde genommen rein das Unternehmen irgendwelche Weichen stellen, damit das zukünftig anders ist?
00:03:50: Nein.
00:03:50: Da kann ich mal ganz klar sagen die Unternehmen wollen oft auch ganz viel jetzt schon besser und richtiger machen und passender gestalten.
00:03:57: wir haben aber hier politische Strukturen die sich unheimlich langsam verändern.
00:04:00: allein schon dieser Begriff normal Arbeitsverhältnis der eben politischer Begriff ist wo man sagt dass es sozusagen das worauf viele Arbeitsschutzgesetze und Arbeitszeit Gesetze aufgebaut sind was normal Arbeits Verhältnis heißt ein Mensch der quasi von Ausbildung bis Rente, vierzig Stunden die Woche vollzeit unbefristet angestellt arbeitet.
00:04:19: Das ist eine Realität, die wenige haben, die vor allem eine männliche Realität ist also unterbrechungsfrei Vollzeit arbeiten zu können es vor allem meine männliche Lebensrealität aber auch für viele Männer überhaupt nicht erreichbar ist und vielleicht nicht mehr anstrebenswert ist.
00:04:32: so Die Politik hinkt hier aber der gesellschaftliche Entwicklung ganz weit hinterher und da sehe ich oft die Unternehmen schon schneller.
00:04:39: Die Unternehmen sind das schon weiter, bieten schon viel mehr an als politisch sozusagen als Grundlage da ist.
00:04:46: Also bedeutet dass die Unternehmen weiter sind als die Politik?
00:04:50: Dass wenn die Politik ein bisschen nachkommen würde, dass wir da schon viel, viel weiter wären...
00:04:58: Ich glaube, die Politik hätte hier ein breites Maß an Möglichkeiten um sich um die Strukturen zu schaffen und das Unternehmen auch leichter zu machen sozusagen flexiblere Arbeitsverhältnisse anzubieten.
00:05:10: Denn Ich sag mal so, das ist jetzt nichts was ich hier erzähle.
00:05:14: Es sind keine neuen Erkenntnisse, dass zum Beispiel Frauen eine Doppelbelastung haben wenn es um Sorgearbeit geht und Erwerbsarbeit.
00:05:22: Dass wir eben mittlerweile diesen Anspruch des Doppelferdiners haben weil die Lebenshaltungskosten so stark gestiegen sind.
00:05:27: Wir können ja nicht mehr so arbeiten wie früher.
00:05:29: Man sagt einer arbeitet vierzig und einer null Stunden.
00:05:31: heutzutage arbeiten im Zweifel beide vierzig oder einer vierzig, einer zwanzig.
00:05:35: Da hat sich viel verändert und trotzdem schafft es die Politik nach wie vor Themen wie zum Beispiel Ehegattensplitting ranzugehen, die halt einfach veraltete Beziehungs- und Arbeitsstrukturen immer noch fördern.
00:05:47: Die gar nicht mehr anwendbar sind für viele Familien auch.
00:05:50: Und diese Trennung von Erwerbs- und Sorgearbeit, die fehlenden Unterstützung im Bereich Kinderbetreuung
00:05:57: usw.,
00:05:57: das sind alles Themen.
00:05:58: Das stört auch die Unternehmen ganz doll!
00:06:01: Die sagen ja auch, wir möchten uns verlassen können auf unsere Mitarbeitenden.
00:06:04: Wir möchten sie auch unterstützen können wenn die Eltern werden oder Pflege von Verwandten übernehmen.
00:06:09: aber uns fehlt im Prinzip sozusagen der politische Rahmen dafür.
00:06:16: Wir haben ihm gesagt von wegen, dass es Unternehmen gibt die das schon ganz gut machen.
00:06:20: Die bemüht sind auch mehr anzubieten.
00:06:24: was oder warum sagst du?
00:06:25: Die Unternehmen, die ist nicht machen, die sollten halt viel viel mehr auf Vielfalt setzen
00:06:31: weil wir verlieren wenn wir das nicht tun.
00:06:33: also wir haben jetzt ja gerade wie wir oft sagen den Fachkräftemangel der so richtig durch die Decke geht und wir brauchen im Prinzip jeden Menschen der arbeiten kann in einer Möglichkeit sein Potenzial zu entfalten.
00:06:45: Und wenn ich jetzt sage, wir wollen uns für mehr ein vielfalls bewusstes Arbeiten einsetzen dann geht das nicht nur um Frauen und dann geht es eben auch allgemein um Eltern, um Menschen mit Kehraufgaben, um neurodivagente Menschen und Menschen mit Migrationsgeschichte oder an einem kulturellen Hintergrund.
00:06:58: Das sind alles Menschen die sagen ich mal an den Strukturen unserer Arbeitswelt so ein bisschen sich aufreiben da starke Belastung oder Hürden empfinden darin wirklich sich entfaltet zu können.
00:07:08: Aber die brauchen wir, also die brauchen gerade die Unternehmen ganz stark zu sagen.
00:07:12: Wir brauchen Menschen mit sehr unterschiedlichen Perspektiven und unterschiedlichen Fähigkeiten, die eben dann auch diese immer komplexeren Probleme haben in dieser... multiple Krisenzeit, über die wir auch schon sprachen.
00:07:25: Die eben auch dann aus unterschiedlichen Perspektiven einfach betrachten können.
00:07:28: und da muss man sagen das ist total gut belegt was Unternehmen davon haben wenn sie sich für Vielfalt einsetzen.
00:07:34: ja man kann sagen unterschiedliche Denkweisen erhöhen die Problemlösefähigkeit.
00:07:37: oder es gibt dieses schöne Phänomen des Groupthink wo man sagt Wenn man eine sehr homogene Gruppe hat kommt die meistens ganz schnell zur Entscheidung weil die eben sich gegenseitig verstärken.
00:07:48: wenn man sagt finde ich super was du sagst finde ich auch super was Du sagst.
00:07:51: Aber die Entscheidungen sind nicht gut, weil man sich nicht hinterfragt.
00:07:54: Weil wir sozusagen alle aus einer Richtung gucken und wir deswegen dann zwar schnelle Entscheidungen haben aber keine sehr guten.
00:08:02: Und der Diversity Bonus wäre eben dass man sagt wenn ich eine sehr unterschiedliche Perspektive habe mag es schwieriger und langwieriger sein zu einer Entscheidung zu kommen.
00:08:11: Aber dies am Ende nachhaltig besser!
00:08:14: Aber reicht es jetzt, wenn ich mir in ein Team einfach unterschiedliche Menschen reinpack oder und dann funktioniert das?
00:08:20: Oder muss sich das irgendwie mitgestalten?
00:08:22: Muss ich da mich irgendwie darum kümmern.
00:08:25: Das haben wir so'n bisschen gehofft.
00:08:26: Ich meine, dass ist auch so'nn bisschen das woran die Frauenquote hier in Deutschland so'nd bisschen scheitert, dass man ja sagt Ja gut, dann hauen wir sie jetzt jetzt rein!
00:08:33: Dann setzen wir da erst ein paar Frauen rein und ein paar Menschen mit Migrationsgeschichte und gucken was halt passiert, dann wird das doch jetzt hier klappen.
00:08:40: de facto ist aber so lassen sich Strukturen nicht verändern.
00:08:43: Das haben wir dann ganz viel, dass man dann versuchen muss sich anzupassen, sich kleiner zu machen, sich irgendwie einem Mehrheitsdruck auch unterwerfen muss was für die Individuen total anstrengend und belastend ist Und was im Prinzip nichts verändert.
00:08:57: es bleiben trotzdem die lauten Meinungsführer die ebenso die Mehrheitskultur darstellen.
00:09:02: und das heißt um tatsächlich Veränderung zu gestalten müssen wir darüber sprechen.
00:09:07: Das Bewusstmachen ist aktiv und sichtbar machen, dass wir unterschiedlich sind.
00:09:10: Und anfangen diese unterschiedlichen Realitäten dann eben auch in den Strukturen abzubilden.
00:09:15: Es fängt dann schon mit so was anders.
00:09:16: Man sagt ja Menschen die in Teilzeit arbeiten wird einen Ambitionsmangel vorgeworfen weil man sagt Ja gut war aber hier alle voll zu sein Wir gehen hier alle um acht Uhr raus.
00:09:23: das ist mit der Lust die geht hier um mittags.
00:09:26: Solange das eben unterbewusst oder bewusst da ist Kann dieser Mensch sich nicht voll einbringen?
00:09:32: Weil er weiß, ich muss mich hier rechtfertigen.
00:09:35: Ich bin hier nicht ganz richtig und fühle mich auch nicht zugehörig.
00:09:38: Wir müssen also an einen Punkt kommen wo man eben solche Themen anspricht und sagt so das kommt da unterher.
00:09:43: Das sind die Vorurteile die wir vielleicht haben, die wir mit uns rum tragen und sonst was.
00:09:46: wie können wir jetzt davon weiter schreiten Und anfangen auf eine Augenhöhe miteinander zur Abend und einfach zu akzeptieren dass manche Strukturen nicht für alle gemacht sind?
00:09:58: Das ist gut, dass du das gerade sagst.
00:10:01: Wir werden ja auch auf dem Talent Wave-Event am zehnten September genau das Thema hier haben.
00:10:07: Wir haben in einer anderen Folge schon mal darüber gesprochen, was für ein Fachkräftemangel wir haben, dass wir internationale Fachkräfte benötigen um einfach die ganzen Stellen besetzt zu bekommen und wir werden da einmal das Thema haben wie viel man eigentlich mit anderen Teilzeitmodellen, mit anderen Betreuungssituationen innerhalb Deutschlands schon regeln könnte, wenn jeder so viel arbeiten könnte wie er eigentlich wollte und wie viele Stunden wir dann zusätzlich besetzt bekommen.
00:10:33: Das wird nochmal ein spannendes Thema.
00:10:35: Ich
00:10:35: freue mich wahnsinnig drauf!
00:10:36: Ich würde einmal noch mal darauf, weil du es eben gerade selber gesagt hast... Du hast gesagt ja, wenn die Gruppe unterschiedlich ist, werden die Entscheidungsfindungen langsamer, sie sind komplexer.
00:10:50: Jetzt kann das natürlich ein Thema sein, wo vielleicht auch welche sagen.
00:10:53: Das schreckt ab weil ich vielleicht einfach es gewohnt bin in meiner Struktur schnelle Entscheidung.
00:10:59: Ich bin vielleicht mittlerweile davon weg dass es eine Führungskraft gibt die alles entscheidet.
00:11:03: jetzt machen das vielleicht mehrere aber irgendwie die sind homogen und das wird schnell entschieden.
00:11:07: ich bin jemand ich muss jetzt ne Antwort haben wie kann man das aufbrechen?
00:11:10: Wie kann man da wirklich gucken?
00:11:12: Oder wo ist der Mehrwert, dass ich mir diese Zeit nehme und das ich eingehe?
00:11:16: Dass die Entscheidungsfindung komplexer ist.
00:11:18: Ja
00:11:19: ganz ehrlich!
00:11:19: Ich finde es total wichtig auch mal zu sagen... Das ist doch wahnsinnig anstrengend, das jetzt zu machen.
00:11:24: Es hatte eben auch was Einfaches zu sagen.
00:11:27: so hier ist der Weg den gehen wir und alle haben hier irgendwie mitzumachen Und wir machen jetzt nicht für jeden ein eigenes.
00:11:33: jeder macht ja seinen eigenen Themen auf die extra Wurst vor allem.
00:11:36: das war natürlich einfacher.
00:11:38: es hat aber zum einen eben schlicht und ergreifend viele Dinge unsichtbar gemacht die trotzdem da waren.
00:11:44: Also die Menschen haben trotz dem Burnout gekriegt Trotzdem hat er Probleme gehabt Trotzdem sind sie vielleicht einer Doppelbelastung zerbrochen Und wir haben uns auch, das sieht man eben jetzt an den vielen Problemen die wir in der Wirtschaft haben.
00:11:56: Uns immer eine Richtung entwickelt, die nicht viel hinterfragt wurde so ja.
00:11:59: Das heißt jeden Zweifel und jede Frage die wir jetzt zulassen verlangstimmt uns klar.
00:12:05: aber mag vielleicht den Weg dann in die richtige Richtung drehen?
00:12:08: Das denke ich mir immer bringt mir das was wenn ich jetzt möglichst schnell in die falsche Richtung lauf Oder ist es vielleicht doch besser, einmal innezuhalten und sich ein kleines bisschen besser auszurichten?
00:12:17: Dann bin ich vielleicht langsamer.
00:12:18: Ich bin dann schon von Anfang an auf den richtigen Weg.
00:12:20: Das haben wir ja ganz viel mit den Krisen, dass wir immer sagen so Ja wenn ich einfach die ganze Zeit weiter renne, dann kann ich am Ende nur noch auf das Problem was da ist reagieren.
00:12:29: Wenn ich aber inne halte und vorher schon schaue wie könnte die gute Lösung aussehen denn entsteht das Problem auch nicht.
00:12:36: Aber
00:12:37: anstrengend ist das durchaus!
00:12:39: Das darf man auch ehrlich sagen
00:12:41: Naja, das ist ja ... Wir hatten da auch schon mal eine Anfolge darüber gesprochen.
00:12:45: Man hat immer das Gefühl als wenn diese alte Struktur vorher funktioniert hat.
00:12:52: So und das hast du ihm gesagt?
00:12:53: Ja war auch eine schnelle Fündung.
00:12:55: War auch irgendwie einfach.
00:12:56: Du hattest einen der hat gesagt Da laufen wir jetzt hin und alle sind mitgelaufen Und es war vielleicht auch wirtschaftlich eine andere Situation Total Wenn das dann mal die falsche Richtung war bis in die andere Richtung gerannt Es hat aber keinen so richtig gestört.
00:13:07: Glaubst du dass das nur ein Thema ist weil es auch ein bisschen hip ist, zu sagen ja wir haben diverse Teams und wir machen unterschiedlich.
00:13:15: Und wir nehmen uns die Zeit und wir Machen das?
00:13:17: oder glaubst du einfach Es war früher schon nicht gut Man hat es jetzt einfach erkannt und man macht es einfach anders.
00:13:25: wenn man's besser machen will
00:13:28: Ja finde ich schön wie Du das gesagt hast Das ist Diversity grad Hip.
00:13:32: Da kann man ja auch die einen und anderen fragen und je nach dem kriegt man völlig unterschiedliche Rückmeldung.
00:13:38: Ich glaube, die Probleme waren immer da und das Potenzial war aber auch immer da.
00:13:43: Und es gab auch immer schon Menschen, die eben auch in den alten Strukturen sich da ganz ehrgeizig durchgekämpft haben und dafür sich eingesetzt haben, dass wir eben solche unterschiedlichen Perspektiven zulassen.
00:13:53: Das sage ich ja – in vielen Unternehmen war das auch schon gelebte Realität?
00:13:56: Es wurde vielleicht nicht so genannt!
00:13:58: Man hat es nicht als Diversity-Programm genannt, selbstverständlich das gefördert, dass jeder auf seine Weise mitmachen kann.
00:14:04: Aber in der allgemeinen Wahrnehmung ist es jetzt natürlich ein Riesenthema weil es auch so viel vermischt war da so soziale Entwicklungen sprachliche Entwicklung politische Entwicklung und wirtschaftliche Entwicklung alle zusammengemengt werden.
00:14:17: wenn einem sagt oh das muss ich überall gender na toll!
00:14:20: Das ist natürlich schwierig das auseinander zu dröseln.
00:14:24: aber tatsächlich haben wir heutzutage eine höhere Sichtbarkeit eine höere Aufmerksamkeit dafür wie unterschied die Lebensrealitäten sind und welche Belastung das mit sich bringt.
00:14:33: Und das finde ich wunderbar, weil das eben das einfach möglich macht, dass wir darüber sprechen und dass wir dann eben uns gemeinsam ein Tisch setzen und sagen ja Herr Gott wie soll es denn gehen?
00:14:42: Ich habe das ja schon gesagt, ich bin selber Führungskraft.
00:14:46: Ich habe mir diverse Teams in meinem Leben auch schon zusammengestellt und ich würde behaupten die waren irgendwie auch immer divers.
00:14:52: also aber gar nicht weil ich das jetzt bewusst gemacht habe.
00:14:55: Aber das war dann so die Sachen.
00:14:56: okay ein reines Männerteam ist irgendwie doof Reines Frauenteam ist vielleicht auch nicht angebracht.
00:15:01: irgendwie so mehrere Meinungen.
00:15:03: ich brauche erfahrene Mitarbeitende ich brauch vielleicht noch unerfahne die neuen Impulse reinbringen.
00:15:08: Das war immer so.
00:15:09: Ich hab's aber nicht diversity alsgenau.
00:15:11: Es war schon vieles da, wir sind ja immer unterschiedlich gewesen!
00:15:15: Aber warum?
00:15:16: Also es ist ein Thema und wenn man sich mit beschäftigt auch ein Riesenthema, wo ganz viel Aufklärungsarbeit gemacht werden muss.
00:15:24: Warum fühlen sich zu viele Menschen aber auch Unternehmen davon bedroht, dass sie die Chancen daran sehen?
00:15:31: Na ja weil wir eben jetzt sehr klar benennen das sag ich mal diese bestehenden Strukturen dazu gefühlt haben, dass es manchen Menschen leichter viel macht, Einfluss und Reichtum zu erlangen.
00:15:44: Für die hat sich das aber natürlich auch normal und selbstverständlich angefühlt, das zu bekommen weil sie der Meinung sind wir haben hier geleistet und das haben Sie ja auch, haben viel geleistete und es ist ganz schwer sich hineinzuversetzen in jemanden der auch viel leistet aber eben Hürden Diskriminierungserfahrung und sonst was hat.
00:16:00: Das kann man nicht sehen, wenn man auf der anderen Seite steht.
00:16:02: Man hat eine privilegierte Situation und hat das Gefühl ich habe das doch alles auch aus meiner eigenen Kraft hier geschafft.
00:16:08: Und dass es niemandem abzusprechen?
00:16:10: Dann fühlt es sich aber natürlich so an als würde jetzt das was man selber geleistet hat total in Frage gestellt werden und es wird dann etwas weggenommen.
00:16:17: also dass man sagt so toll!
00:16:18: Jetzt wird die wegen der Frauenquote die Frau befördert obwohl ich doch auch mich total aufreibe für dieses Unternehmen ist es doch unfair.
00:16:26: Es ist dann ganz schwer dieses Ungleichgewicht zu beschreiben, weil wir eben da in tiefe psychologische Prozesse gehen.
00:16:33: In so eine Angst vor Statusverlust und in der Angst, dass das Selbstbild sich verändert.
00:16:38: Wir haben ja auch noch nicht die Lösung auf der anderen Seite.
00:16:43: Wir sind ja mitten im Prozess.
00:16:44: Wir können jetzt noch nicht sagen wie sieht am Ende die perfekte gleichgestellte Arbeitswelt aus?
00:16:48: Das wissen wir jetzt noch nie!
00:16:50: D.h.,
00:16:50: wir haben nicht so richtig was, was wir anbieten können und es fühlt sich gerade so an als würden sehr viele Menschen halt viel verlieren.
00:16:56: Im Prinzip müssen wir dann eben immer auf so eine langfristige Erzählung gehen und sagen, langfristig profitieren wir alle davon.
00:17:02: Wenn wir unsere Bedürfnisse klarer äußern dürfen oder die sich in den Strukturen abbilden.
00:17:06: Langfristig haben eben auch vor allem Männer ganz viel davon wenn sie ihre Sorgeverantwortung stärker auch in der Arbeitswelt sichtbar machen dürfen und das auch priorisieren dürfen.
00:17:16: Oder wenn Sie nicht mehr das Gefühl haben, Sie müssen als Alleinverdiener so eine ganze Familie schultern.
00:17:20: Das sind ja Themen wo man sagt da muss man auch mal klar sagen Das wird noch nicht so richtig gut kommuniziert, was gewinnt man auf der anderen Seite wenn wir gleichberechtigt und auf Augenhöhe miteinander umgehen können.
00:17:31: Und weil das eben auch ein politisches Thema ist kommen dann da die polarisierende Strömung mit rein.
00:17:37: Da sind wir in einem Gebiet, was es für alle schwer macht zu verstehen wo wollen wir eigentlich hin?
00:17:44: Wie sieht das am Ende aus, wenn wir hier auf unsere Wehr haben viel Angst dahinter?
00:17:49: Was wäre immer wieder unser Thema?
00:17:50: Die Angst irgendwas zu verlieren ist immer da!
00:17:53: Du hast eben viele Sachen gesagt, die ich als Mann und jetzt war ich aber noch nie in der Situation weil wir noch nie so richtig allein Verdiener und das geliebt haben.
00:18:01: Ich würde es ja eher als entspannen da auch empfehlen oder?
00:18:04: Es ist doch also es ist ja auch ein Riesendruck und ich finde es ja auch entspannender dass man einfach mal sagen kann hey ich gehe heute auch mal eine Stunde früher, weil ich mit meiner Tochter noch was auch immer machen möchte.
00:18:18: Also es gibt einem ja auch sehr viel!
00:18:20: Ist das ein Generationsthema?
00:18:22: Also bin ich in dem Fall vielleicht dann zu jung?
00:18:26: Warum lasst du jetzt?
00:18:28: Das hast Du schön gesagt.
00:18:29: Ja, es ist einfach etwas das glaube ich dadurch dass die Rollenbilder, die sozialen Rollen-Bilder und die geschlechter Rollen früher viel rigider waren, viel stärker war, ist es was was jetzt erst hinterfragt wird?
00:18:40: also man hat halt einfach in den fünftigen, sechzigern, siebzigern nicht darüber sich Gedanken gemacht ob ein Vater Zuhause präsent sein sollte dürfte oder wollte, selbst wenn er es wollte.
00:18:51: Das wurde nicht besprochen.
00:18:52: Es war nun mal die gesellschaftliche Erwartung da zu sagen, man muss halt nun mal deine Familie ernähren und deswegen arbeiten.
00:18:58: Und das hat sich unheimlich stark gewandelt und deswegen ist das jetzt eben auch gerade das Thema der modernen Elternschaft der modernen Art, wie gehen wir um mit diesen Sorgeverantwortungen zu sagen so dass auch Männer jetzt klar sagen ich möchte das gerne.
00:19:11: Ich möchte es total gerne mit meiner Familienzeit und ich merke auch ich verliere da was wenn nicht das nicht darf.
00:19:16: Wenn ich das nicht kann!
00:19:17: Und das ist aber noch am Anfang?
00:19:19: Wir sagen die Frauen sind schon sehr lange sehr laut und sagen sehr laut wir wollen das nicht alleine schultern.
00:19:23: Die Männer fangen jetzt an lauter zu werden und klar zu sagen Mensch wir möchten eben auch dieses Gefühl von.
00:19:29: ich kann beides haben.
00:19:30: im Prinzip
00:19:31: Ja genau, weil sich dieses Männlichkeitsbild an der Stelle auch verändert.
00:19:36: Ich kann mich selber auch daran erinnern dass es einfach dazu gehörte das du als Mann lange gearbeitet hast und wenn du eine Führungskraft warst dann ging's irgendwann darum oh ich wurde bis neunzehn Uhr im Büro und ich war bis zwanzig Uhr im Büro Und ich hab den Rechner noch mitgenommen und habe bis zweinzwanzig uhr gearbeitet.
00:19:55: Das war ja irgendwie in solchen Gesprächen ganz gang und gäbe Dass du dich damit irgendwie profiliert hast.
00:20:01: So zu mir hat aber mal ein Geschäftsführer gesagt, wer so lange arbeiten muss kann sich nicht organisieren.
00:20:05: Da
00:20:06: bin ich komplett dabei
00:20:08: und das ändert sich glaube ich.
00:20:10: Das ist der Kulturwandel.
00:20:12: Eine Sache du hast gerade wir haben darüber gesprochen und Ängste und vielleicht auch Vorurteile gerade bei dem Thema Diversity, wenn man mit Menschen über Diversity spricht.
00:20:22: Dann gibt es ja ganz viele die sagen Ja, finde ich ja grundsätzlich alles total gut!
00:20:26: Ich finde auch dass Frauen und Männer sollte gleichberechtigt sein.
00:20:29: Ich finde dies, ich finde jenes und das ist alles gut.
00:20:32: Meistens kommt aber in diesem Gespräch immer ein Aber.
00:20:35: Also jeder hat irgendwie einen Punkt in diesem Thema wo er sagt naja aber so und deswegen haben wir nicht alle irgendwie Vorurteile bei bestimmten Themen?
00:20:45: Also gibt es denjenigen, der von sich sagen kann?
00:20:48: Nein habe ich gar nicht.
00:20:49: Da kann ich als Psychiologin ganz klar sagen ja haben wir alle da gibt's keinen es ist so oder so sondern das haben wir allen weil dass aus einer psychologischen wichtigen Funktion herauskommt.
00:20:59: das ist diese Kategorisierungsfunktion dass wir sagen wir müssen in einer Tour sozusagen in unserem sozialen Umfeld einschätzen, wie sind diese Menschen mit denen ich zu tun habe.
00:21:08: Und dafür mache ich dann Kategorien und Rollen damit ich mit ihnen umgehen kann, damit ich nicht jedes Mal neu herausfinden muss, wie funktioniert Soziales Miteinander?
00:21:16: Aus diesem natürlichem psychologischen Prozess resultieren eben diese Stereotype- und Vorurteile die entstehen.
00:21:23: Die haben wir alle.
00:21:25: Da kommt man jetzt auch nicht einfach mal so gegen an, indem man sagt ja ich finde das total gut.
00:21:30: Wir müssen es leider viel stärker reflektieren.
00:21:33: und auch wir die wir sagen jetzt vielleicht oder ich die ich sage ich beschäftige mich mit Frauenthemen Ich habe trotzdem Themen die sind so tief in mir drin Die auch Vorurteile gegenüber Frauen sind oder gegenüber Männer oder gegenüber Menschen aus anderen Ländern die da sind Und man muss lernen, damit umzugehen.
00:21:51: Man spürt dann, wenn sie kommen und dass man in so eine Reflektions-Ebene geht und sagt Moment das wollte ich eigentlich nicht so denken fühlen.
00:21:58: oder warum fühle ich das?
00:22:00: Das ist aber ein Schritt den wir oft nicht machen weil wir es uns auch gar nicht so bewusst machen.
00:22:06: Ich glaube es ist ja auch irgendwie ein bisschen No Go Thema.
00:22:10: also wenn du in so einer Diskussion wirklich Dinge äußerst haben immer das Gefühl die Schublade geht gleich auf und man wird halt pauschal in irgendeine Schublada gesteckt.
00:22:19: Und da wünsche ich mir wirklich viel mehr.
00:22:22: ein wertschätzendes Miteinander und eben diese Anerkennung von, wir stecken hier alle in dem Prozess drin.
00:22:27: Wir haben alle dumme Sachen gesagt in den letzten Jahren, wir haben uns weiterentwickelt und wollen uns weiter entwickeln und wissen aber auch immer noch nicht so ganz genau wie kommen wir hier so richtig gut miteinander zurecht?
00:22:38: Ich möchte da viel mehr Nachsicht für sich selbst und für andere haben denn wenn die Werte im Kern stimmen darf man auch mal was Blödes sagen und danach sagen wo war mein Fehler im Prinzip.
00:22:49: Das finde ich ganz wichtig in der Auseinandersetzung miteinander.
00:22:53: Es ist ja auch, das kommt ja auch damit rein da kennen wir uns glaube ich auch alle selber wenn Menschen mir ähnlich sind.
00:23:01: Ich glaube, es fällt einem einfacher sich mit demjenigen oder derjenigen schnell gut zu verstehen weil man eine gewisse Basis hat.
00:23:08: Man hatte selber Humor und denkt gleich.
00:23:11: Und man hat dieselben Reiseziel.
00:23:13: also man hatte halt viel mehr Punkte in denen man sich versteht.
00:23:17: und das ist teilweise sehr viel schwieriger mit Menschen sich gut zu verstehen die vielleicht völlig unterschiedlich sind gar nicht wegen irgendwelchen Vorurteilen, sondern einfach nur weil jemand völlig unterschiedlich ist.
00:23:27: Du hast andere Gesprächsthemen es ist schwieriger vielleicht ein
00:23:30: Gespräch zu führen... Die Reibung ist die ganze Zeit da!
00:23:32: Du kannst nicht über dieselben Dinge lachen irgendwie und das ist viel viel schwieriger.
00:23:35: Ja
00:23:35: und dass der like me bei ist ne?
00:23:37: Dass wir sagen jemand der mir ähnlich ist den finde ich im Prinzip gut.
00:23:40: dem schreibe ich dann auch mehr Kompetenz zu weil ich natürlich denke ich bin ja cool der muss ja auch cool sein so und er wird dann vielleicht auch öfter befördert.
00:23:46: so kommt man eben zu diesen homogenen Teams und das heißt eben für Führungskräfte Wir müssen da natürlich Aufklärung schaffen, Bildung wissen und so was.
00:23:56: Aber im Prinzip müssen wir vor allem eben das sage ich ja die organisatorischen und die politischen Strukturen angehen damit sowas nicht mehr so leicht passiert dass man eben in diese ganz normalen psychologische Mechanismen einfach so sich reinfallen lässt wie eine Hängematte.
00:24:11: Ja und ich habe das eben gesagt mit den Teams zusammenstellen.
00:24:15: also die Führungskraft müsste ja noch viel viel bewusster wirklich sagen welche stärken hab ich gerade im Team Welche Schwächen habe ich gerade im Team?
00:24:22: Was brauche ich, wie kann ich was eigentlich dann irgendwie kompensieren etc.
00:24:27: Ist dann aber wiederum schwierig wenn man sich jetzt so eine klassische Stellenanzeige anguckt wo er sehr neutral rangehen muss und muss ja auch jedem dieselbe Chance geben und wo es ja dann eher um Wissen geht als um irgendwelche Soft Skills.
00:24:40: vielleicht ist auch schwierig
00:24:43: Total.
00:24:44: Aber da sehe ich auch Veränderungen, ich habe in letzter Zeit ein paar interessante Stellen anzeigen wo sie dann wirklich ganz klar schreiben so Mensch uns ist das Miteinander hier wichtig.
00:24:52: aber wir wollen auch dass sich Menschen bewerben die vielleicht gar nichts mit diesen Themen zu tun haben und ich glaube da dürfen wir ein bisschen kreativer werden ein bisschen uns mehr Freiheiten gönnen.
00:25:04: Schreib doch mal ehrlich, was fehlt.
00:25:05: Schreibt doch mal wirklich ehrlich, Was fehlt denn jetzt gerade für ein Mensch unabhängig von seiner Ausbildung?
00:25:10: Von seiner Herkunft und von seiner sonstwas Für eine Kompetenz hier im Team?
00:25:15: Und ist das jetzt der?
00:25:16: brauchen wir mal einen Spaßvogel, der uns hier ein bisschen auflockert?
00:25:19: oder brauchen Wir einen der uns einfach dazu bringt am Ende eines Meetings auch Mal ein Ergebnis zu haben?
00:25:23: so Das sind ja am ende die Sachen Die in den Teams dann auch diesen team funktionieren lassen.
00:25:28: wenn Dann die unterschiedlichen Charaktere gut zusammenkommen
00:25:31: Wenn wir Wie er meine ich jetzt so mein Team und mich, wenn wir mit Unternehmen sprechen weil wir auch den Bereich Stellen rekrutieren.
00:25:39: So was wir bei uns auch haben Wenn wir darüber reden dann fühlen sich aber viele Personalentscheider tatsächlich da wie in so einer kleinen Zwangsjagd.
00:25:46: Das ist aber eben gerade gesagt man muss da kreativer werden.
00:25:50: das wäre wahrscheinlich wirklich so ein Ansatzpunkt.
00:25:52: Dann geht es ja nicht darum zu sagen männlich, weiblich, divers sondern es geht um Inhalt.
00:25:59: Also ich brauche halt das und dass für mein Team das und das und da geht's ja nicht darum ob männlich oder weiblig sondern dann gehts um andere Skills so und dass man sowas klare mit aufhört weil das ist ja sowieso schon nicht zeitgemäß.
00:26:09: das was ganz oft in Stellen anzeigen einfach drin steht ist auch nicht mehr Zeit gemäß richtig und
00:26:14: das wissen wir jetzt ja so langsam auch ne?
00:26:16: Dass das ja auch.
00:26:17: wie gesagt da folgen wir auch irgendein ideal das vielleicht nicht mehr nicht mehr vorhanden ist.
00:26:23: Weißt du, worauf ich mich schon die ganze Zeit drauf freue?
00:26:24: Sach!
00:26:25: Du hast meistens dem oder ich, dem Gast den wir sonst dabei haben.
00:26:29: Weil heute bist du ja die Gäste!
00:26:32: Immer zum Schluss gesagt sag uns doch mal was ganz, ganz greifbares, was du mir auf den Weg gehen möchtest.
00:26:37: und diese Frage stelle ich dir jetzt.
00:26:39: Das darfst du mir stellen?
00:26:40: Ja greifbar für mich wäre jeder einzelne darf gerne im Beruf mal die Maske fallen lassen.
00:26:45: Diese professionelle Maske, die wir halten, die zeigt... Ich bin die professionelle Lisa, ich bin schick angezogen und hier um volle Leistung zu bringen und stattdessen sagen Oh mein Gott, was ich heute Morgen schon gemacht habe.
00:26:55: Mein Kind ist vielleicht krank!
00:26:56: Ich mache mir Sorgen wegen der Weltlage und Methode.
00:26:59: rücken weh mal ganz ehrlich miteinander zu sprechen denn wenn wir diese Masken fallen lassen dann zeigt sich halt etwas unsichtbar die ganze Zeit so mitschwebt und dann können wir eben auch anfangen Strukturen zu schaffen die das dann auch abbilden.
00:27:12: Und es muss nicht immer das ganz große Ding sein.
00:27:14: Das darf eben auch Kleinigkeiten sein, die ein ... sowas wie ich bin kein Morgenmensch.
00:27:18: Ich kann keinen Meeting um acht machen.
00:27:20: Ich pack das nicht so.
00:27:21: Das mal ehrlich zu sagen und dann eben zu schauen was entsteht?
00:27:25: Was bringen die anderen somit?
00:27:26: Und dann können wir Strukturen schaffen, die das dann auch schönmachen miteinander zu arbeiten.
00:27:31: Das lass' ich jetzt so stehen!
00:27:32: Wunderbar!
00:27:34: Markus danke für die schöne Folge.
00:27:35: Wir hätten noch ewig sprechen können
00:27:36: ne?!
00:27:37: Ich bedanke mich auch.
00:27:38: Mein Name ist Lisa Schläker und ich finde es großartig, dass wir solchen Themen hier in unserem schönen Podcast so viel Raum geben
00:27:47: können.
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